Merktechniken

Visualisierung

„Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!“

Durch Tabellen, Schaubilder, Mindmaps, Bilder und Zeichnungen strukturieren Sie Lerninhalte und machen sie damit einprägsamer. Zugleich sind Sie gezwungen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Nur dann bleibt Ihr Schaubild übersichtlich und Sie können alles auf einen Blick erfassen.

Die Visualisierung von Lerninhalten verlangt von Ihnen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Lernstoff. Sie filtern die wesentlichen Aussagen heraus und bringen diese miteinander in Zusammenhang. Zudem können Sie neue Erkenntnisse mit Ihrem Vorwissen verknüpfen. Die Einbettung des neu erworbenen Wissens in bereits vorhandenes Wissen erhöht Ihre Behaltensleistung.

Mind Mapping

Merktechniken (I317-1)

Eine sehr häufig genutzte Visualisierungstechnik ist das Mind Mapping - Verfahren. Es wurde von dem Briten Tony Buzan entwickelt. Das Mind Mapping - Verfahren orientiert sich an der Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Daher ist es zur Organisation von Lerninhalten sehr gut geeignet.

Mind Maps bieten sich in den unterschiedlichsten Situationen an: Für das Strukturieren von Texten, die Produktion von Ideen, das Dokumentieren von Teamarbeit und die Veranschaulichung komplexer Konzepte.

Eine Mind Map können Sie mit Papier und Stift erstellen. Effektiver sind je doch Mindmapping-Programme (z.B. MindManager ), die Sie auf Ihren PC installieren können. Am PC erzeugte Mind Maps können beliebig verändert und vergrößert werden. Zudem können Dritte die Mind Map lesen und modifizieren.

Mnemotechniken

Merktechniken (I310-1)

Mnemotechniken bezeichnen Methoden, die zu einer Verbesserung der Gedächtnisleistung führen.

Eine hilfreiche Mnemotechnik ist die Schlüsselwortmethode. Sie eignet sich vor allem zum Lernen von Vokabeln.

Nehmen sie beispielsweise das englische Wort „disaster“. Es bedeutet Katastrophe oder Unglück. Zwischen dem englischen Begriff und seiner deutschen Übersetzung besteht zunächst kein bedeutungshaltiger Zusammenhang. Die Schlüsselwortmethode führt diesen herbei:

Wandeln Sie das Fremdwort in eine ähnlich klingende deutsche Formulierung um. „Disaster“ ähnelt beispielsweise dem deutschen Wort Aster. Stellen Sie sich nun vor, dass Ihre liebste Aster im Garten abgeknickt wurde. Der traurige Anblick lässt sich gut mit der Übersetzung der Vokabel: Katastrophe, Unglück verbinden

Merktechniken (I316-1)

Eine weitere klassische Mnemotechnik ist die Methode der Orte. Sie eignet sich, um eine geordnete Abfolge von Items zu lernen. Das können beispielsweise Argumente einer Rede sein oder Gegenstände einer Liste. Stellen Sie sich einen Ihnen gut bekannten Weg mit einer Abfolge festgelegter markanter Orte vor. Das kann zum Beispiel der Weg von zu Hause bis zum Supermarkt sein.

Angenommen, Sie möchten Tomaten, Milch, Brot, Äpfel und Butter kaufen. Um sich später an diese Gegenstände erinnern zu können, gehen Sie im Geiste Ihren Weg entlang. Als erstes müssen Sie eine Kreuzung überqueren. Die Kreuzung können Sie mit Tomaten in Verbindung bringen, indem Sie sich einen umgestürzten Lastwagen, der Tomaten transportierte, vorstellen. Anschließend gehen Sie an einem Brunnen vorbei, den Sie mit Milch assoziieren. Stellen Sie sich vor, es fließt Milch anstatt Wasser aus dem Brunnen. Und so weiter ...
 

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